Der Standort unseres Wohn- und Pflegezentrums und die Stadt Marl

Die Entwicklung Marls von einem kleinen Kirchdorf zu einer bemerkenswerten Stadt begann nicht in Marl, sondern in der benachbarten Landgemeinde Recklinghausen, genauer gesagt in Hüls. Als „Meronhlare“ wurde Marl schon 890 n. Chr. in den Heberegistern der Benediktiner-Abtei zu Werden erwähnt. 1000 Jahre später war Marl ein ruhiges Fleckchen mit einigen Häusern und einer Kirche, umgeben von Wald und Heide, dazwischen vereinzelt kultivierte Flächen mit Gehöften. Zum Amt Marl gehörten damals noch die Gemeinden Hamm, Polsum und Altendorf-Ulfkotte. In die ruhige Landidylle kam lebhafte Betriebsamkeit, als vor 100 Jahren die Bohrtürme in Hüls, Drewer und Lenkerbeck einzogen, lebten nur wenige Menschen in dieser Gegend. Bei Gründung der Gewerkschaft Auguste Victoria zählte die damalige Gemeinde Marl 1933 Einwohner. Weitere 623 Menschen lebten in der Gemeinde Hamm. Hüls, der Standort des Bergwerks, war ein Teil der Gemeinde Löntrop und bestand aus lediglich acht Bauernhöfen. Löntrop, Lenkerbeck und Sinsen gehörten noch zur Gemeinde Recklinghausen-Land. Die Zeche benötigte große Flächen für ihre Betriebsanlagen, die von vornherein sehr großzügig ausgelegt wurden. Flächen wurden zur Ansiedlung der Belegschaft gebraucht, denn das unmittelbare Einzugsgebiet war dünn besiedelt. Die wenigen Verkehrsverbindungen waren schlecht. Die Haltestelle Sinsen an der Bahnlinie Wanne-Münster war sozusagen das ,,Tor zur Welt“.
seit März 2006 in Marl-Hüls
Unser Haus